Archiv für die Kategorie „Aufreger“

Ich MoF, du MoF, wir MoF…

Sonntag, 2. August 2009

Die neueste Kreation irgendeines Jugendlichen dem es entweder langweilig ist oder einfach irgendjemandem wieder zu nem Amoklauf übereden will. Vielleicht auch beides.

Du MoF

2 Worte. Falsch. Eigentlich ja 4. Aber man kann auch kürzer beleidigen. Also 2 Worte.

Ich denke es hat noch keiner wirklich über die tiefere Bedeutung dieser 2 Worte nachgedacht. 2 Worte, die dir bescheinigen, dasss du nicht lebensfähig bist, es nicht schaffst soziale Kontakte herzustellen. Eines der wichtigsten Güter unserer westlichen Gesellschaft. Wer viele Freunde hat ist King, wer keine hat ist ein Opfer des Systems, im Teufelskreis gefangen, denn wer will schon was zu tun haben mit jemandem der keine Freunde hat?

Hier entsteht Hass. Hass auf die Gesellschaft.
Hier entsteht Neid. Neid auf Leute die Freunde haben.
Hier entsteht Wut. Wut auf Leute die behaupten du seist ein MoF.

Hass, Neid und Wut.

Das ist ein fruchtbarer Boden.

Wieso begang Tim K. den Amoklauf? Weil er Counter-Strike spielte? Weil sein Vater Schütze war? Wohl kaum. Eher ist doch das Tim K. ein MoF war. MoFs werden nicht geboren, sie werden erschaffen. Von den Menschen um sich herum. Bedingt durch lebensändernde Ereignisse.

Wenn ihr das nächste mal zu jemandem sagt er sein ein MoF, dann überlegt ob ihr einen Amoklauf verantworten könnten. Wenn ja, dann viel Spaß. Ich könnte es nicht.

- StiffmasterX

P.S.: Für alle die nicht wissen was MoF bedeutet:
MoF – Mensch ohne Freunde

An die Frauenwelt

Donnerstag, 2. Juli 2009

Sehr geehrte Frauenwelt,

Leider müssen wir ihnen Mitteilen das wir das Modell “The Perfect Man”  nicht mehr im Sortiment haben.

Wir haben noch folgende Modelle im Angebot:

  • den freundschaftlichen Schwächling
  • den computerverliebten Nerd
  • den egozentrischen Macho
  • den enthusiastischen Fußballfan
  • der komische Nette

Und nur für kurze Zeit im Sonderangebot

  • der arrogante Vollarsch

Wir hoffen sie finden auch in unserem neuen Sortiment ihren perfekten Mann.

Mit freundlichen Grüßen

StiffmasterX
Offizieller Supporter der Realität

Toleranz… oder doch nur “Höflichkeit”?

Freitag, 2. Januar 2009

Ihr kennt das bestimmt:

Euch stört etwas: eine Person, eine Sache, ein Sachverhalt oder auch irgendetwas anderes.

Ob es nun ein Arbeitskollege ist der einen schrecklichen Geschmack in Bezug auf sein Äußeres, ob es die Couch ist, die die Freundin aus ihrer Wohnung mitgebracht hat, die aber so hässlich ist, das sie niemehr Freunde einladen können und am besten gleich morgen eine Rotweinflasche drübergießen oder das Verhalten eines Freundes ist, der gerade mit seinem neuen Auto rumprahlt.

Man(n) könnte ja etwas sagen, aber man will höflich sein und grüßt jeden morgen den Arbeitskollegen und anwortet auf die Frage: “Wie findest mein neues Hemd?” mit einer netten freundlichen Antwort. Die Couch der Freundin, wird natürlich auch behalten, da ihre Freundin sie von Mutti bekommen hat und ganz stolz drauf ist.

Und genau hier liegt das Problem:

Die Leute wollen aus Höflichkeit und um niemanden zu kränken nicht den Mund aufmachen. Stattdessen wird mit, dem/ der eigenen Freund/in darüber abgelästert, wie hässlich jemand oder etwas ist. Das ist herablassend und die wirkliche Beleidigung.

Trauen sie sich und machen sie endlich mal den Mund auf. Gehen sie zu dem Arbeitskollegen und sagen sie ihm, das das Hemd scheiße aussieht und er sich endlich mal selber Klamotten kaufen gehen soll und nicht immer Mutti die Klamotten aussuchen lassen soll. Sagen sie es aber nicht herablassend sondern mit Respekt gegenüber ihrem Arbeitskollege, denn dann wird er es ihnen nicht allzu böse nehmen.

Sagen sie auch ihrer Freundin, schon bevor sie einzieht, das die Couch entweder bei Mutti bleibt oder erst durchgesägt und dann angezündet wird. Das erspart später Nerven, wenn sie die Couch nicht jeden Tag sehen müssen und sich später nicht mit ihrer Freundin zoffen, weil sie nie gesagt haben was sie von der Couch haltn.

Das ganze nennt sich dann Meinungsfreiheit.

Achten sie dabei unbedingt auf ihre Wortwahl.

Wo sie bei ihrem Freund auch gerne mal Slang und Umgangsprache benutzen dürfen, sollten sie bei ihrem Chef oder einem anderen Vorgesetzten und bei Personen die sie vielleicht nicht so sehr gut kennen mit Respekt und angemessenen Vokabular auftreten. So können Menschen sich verändern und auch mehr Rücksicht nehmen.

Trotzdem ist bei allem das wichtigste immernoch:

Machen sie den Mund auf und sagen sie was ihnen nicht passt. Ihr gegenüber kann immernoch für sich selbst entscheiden, ob er sich ändert oder ob er seinen eigenen Meinungsstandpunkt oder seinen eigenen Geschmack vertritt.

- StiffmasterX